Hilft Vitamin C gegen Angst und innere Unruhe?

Dass Obst und Gemüse gut für uns sind, wissen die meisten. Aber wusstest du, dass ein höherer Konsum von Früchten und Gemüse auch mit weniger Angst, mehr Lebenszufriedenheit und einem stärkeren emotionalen Wohlbefinden verbunden ist? Das zeigen aktuelle Studien immer deutlicher und sie werfen eine spannende Frage auf: Liegt das vielleicht an Vitamin C?

Hilft Vitamin C bei Depressionen

Das Gehirn liebt Vitamin C

Das Gehirn gehört zu den Organen mit den höchsten Vitamin-C-Konzentrationen im ganzen Körper. Das ist kein Zufall: Vitamin C ist nicht nur ein Antioxidans, das freie Radikale abfängt und Entzündungen dämpft, es spielt auch eine zentrale Rolle bei der Bildung von Neurotransmittern wie Dopamin. Kurz gesagt: Ohne ausreichend Vitamin C läuft in unserem Nervensystem einiges schlechter.

Aus diesem Grund haben Forscher begonnen zu untersuchen, ob Vitamin-C-Präparate helfen könnten, Angst und depressive Verstimmungen zu lindern.


Was sagen die Studien?

Die Forschungslage ist gemischt, aber interessant:

  • Eine Studie zeigte einen positiven Effekt, wenn Vitamin C ergänzend zu einem Antidepressivum eingenommen wurde.

  • Eine andere Studie fand keinen Nutzen bei Depressionen, aber einen deutlichen Rückgang der Angstsymptome bei denjenigen, die Vitamin C statt Placebo einnahmen.

Besonders bemerkenswert ist eine doppelblinde, randomisierte, placebokontrollierte Studie mit Jugendlichen: Die Schülerinnen und Schüler bekamen täglich 500 mg Vitamin C, das entspricht ungefähr fünf Orangen, vier gelben Kiwis oder eineinhalb gelben Paprikaschoten. Bereits nach zwei Wochen zeigte die Vitamin-C-Gruppe im Vergleich zur Placebo-Gruppe eine signifikant geringere Angst und zusätzlich einen messbaren Rückgang der Herzfrequenz.


Sofortwirkung möglich?

In einer weiteren Studie wurde untersucht, ob sogar eine einmalige Dosis Vitamin C kurzfristig wirkt. Das Ergebnis: Ja, zumindest bei Personen mit höherem Ausgangsangstniveau sank die Angst bereits innerhalb von zwei Stunden nach der Einnahme signifikant stärker als in der Placebo-Gruppe.

Als zusätzlicher Bonus: Vitamin C kann den Blutdruck leicht senken, ein weiterer Pluspunkt für die Herzgesundheit.


Supplement oder echtes Obst?

Jetzt kommt der entscheidende Punkt: Auch wenn Vitamin-C-Präparate in einigen Studien überzeugend abschneiden, sind echte Lebensmittel noch wirkungsvoller. Bereits zwei zusätzliche Portionen Obst und Gemüse täglich führten in Studien innerhalb von zwei Wochen zu einem messbaren Anstieg des psychischen Wohlbefindens.

Außerdem haben Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin C in höheren Dosen ein Risiko: Bei Männern wurde eine erhöhte Rate an Nierensteinen beobachtet. Beim Verzehr von Paprika oder Kiwi nicht.


Fazit

Vitamin C ist kein Wundermittel gegen Angst, aber die Forschung zeigt: Es ist alles andere als unwichtig für unser mentales Wohlbefinden. Wenn du täglich ausreichend Vitamin-C-reiche Lebensmittel isst, Paprika, Kiwi, Zitrusfrüchte, Beeren, tust du deinem Herz, deinem Kopf und deiner Psyche gleich einen dreifachen Gefallen.

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